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Landwirtschaft

Kirsche

Generell unterscheidet man Süßkirschen (prunus avium) und Sauerkirschen (prunus cerasus). Während Süßkirschen diploid sind, weisen Sauerkirschen einen tetraploide Chromosomensatz auf. Dazwischen gibt es bei den Kulturkirschen zahlreiche Bastardsorten. Die Stammsorte unserer heutigen Kultursorten ist die die Wildkirsche prunus avium, die im Kaukasus und in Kleinasien heimisch ist. Heimat der heute bekannten Kulturformen der Süßkirsche ist der Schwarzmeerraum.

Im ersten Jahrhundert vor Christus besiegte der bekannte römische Feldherr und Feinschmecker Lucullus den Perserkönig und brachte die Kulturkirsche als Trophäe aus Cerasunt mit nach Rom. In Griechenland war die Kirsche zu dieser Zeit schon bekannt. Wie so viele andere Obstsorten brachten die Römer auch die Kirsche mit nach Deutschland. Doch bei Ausgrabungen in der Nähe von Schwäbisch Hall fand man heraus, dass bereits die Kelten Kirschen kannten, die in der Steingröße den von den durch die Römer eingeführten Sorten nicht unterlegen waren.

Die Sortenentwicklung war lange nicht sehr intensiv. Eine größere Sortenanzahl kann erst Anfang des 18. Jahrhunderts nachgewiesen werden. Bis heute ist die Abgrenzung von Süß- und Sauerkirschen problematisch. Nach wie vor gibt es Neben den süßen Tafelkirschen und den Sauerkirschen noch zahlreiche Bastardsorten. Zu den Tafelkirschen gehören die weichen Herzkirschen und die festeren Knorpelkrischen, die Sauerkirschen spalten sich auf in die Weichselkirsche und die Amarellen und bei den Bastardkirschen schließlich unterscheidet man zwischen Süßweichseln und Glaskirschen.

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