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Das Fachwerkhaus

Warum in Rudersberg ein ganzes Haus umzieht

"Wie seid ihr denn auf diese verrückte Idee gekommen?!" werden wir oft gefragt, wenn wir erzählen, dass wir ein altes Fachwerkhaus ab- und auf unserem Bauernhof wieder aufbauen. Eigentlich ist die Sache ganz einfach: "Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, dann muss der Berg halt zum Prophet." Ein altes Fachwerkhaus war unser gemeinsamer Traum, doch gleichzeitig wollten wir die Landwirtschaft von Martins Vorfahren als Nebenerwerbslandwirte weiter betreiben. Und auf dem Hof stand nun einmal kein solches Traumhaus...

Statt unseren Traum einfach zu begraben, haben wir viel hin und her überlegt, unzählige Möglichkeiten durchgespielt und schließlich in geselliger Runde mit Freunden bei einem Gläschen Wein die Idee geboren: "Dann muss halt ein altes Haus her."

Nicht lange danach hörten wir von Thilo Mössle, dem Leiter des derzeit im Entstehen begriffenen Zumhofer Dorfmuseums, dass in Schlechtbach das noch gut erhaltene und kaum "kaputt renovierte" Fachwerkhaus der Familie Föhl an die Gemeinde verkauft werden und zugunsten des neuen Bürgerhauses Schlechtbach abgerissen werden sollte. Daraufhin haben wir uns entschlossen, das Haus in der Heilbronner Straße 20 einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Nachdem wir das Haus erst einmal besichtigt hatten, erschien es uns nahezu ideal für unser Vorhaben. Sofort haben wir Kontakt zur Vorbesitzerin, Frau Deckert, und zur Gemeinde Rudersberg aufgenommen. Nachdem zahlreiche Fragen geklärt und Landwirtschafts- und Baurechtsamt sich zustimmend geäußert hatten, konnten wir mit der Gemeinde den Abbau und die Übernahme des Gebäudes auch vertraglich unter Dach und Fach bringen.


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